Die Laienspielgruppe der VHS spielt: „Doktormutter Faust“ von Fatma Aydemir
Wie schreibt man Goethes Faust neu?
In „Doktormutter Faust“ der Autorin Fatma Aydemir wird der klassische Faust-Stoff in die Gegenwart übersetzt und aus einer feministischen Perspektive neu befragt.
Wie schreibt man Goethes Faust neu?
In „Doktormutter Faust“ der Autorin Fatma Aydemir wird der klassische Faust-Stoff in die Gegenwart übersetzt und aus einer feministischen Perspektive neu befragt. Margarete Faust ist eine renommierte Wissenschaftlerin, die nach einem öffentlichen Skandal ihre gesellschaftliche Stellung und ihre moralischen Gewissheiten verliert.
In einer Zeit zunehmender Wissenschaftsfeindlichkeit gerät sie zwischen politische Kampagnen, mediale Zuspitzung und persönliche Verantwortung. Mephisto erscheint nicht als dämonischer Verführer, sondern als schillernde, verlockende Figur, die Lust, Freiheit und Selbstüberschreitung verspricht. An die Stelle der Gretchen-Tragödie tritt eine Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen, Begehren und Abhängigkeiten im akademischen und privaten Raum. Die Beziehung zu ihrem Doktoranden Karim konfrontiert Margarete Faust mit den Grenzen ihres eigenen Handelns. Das Stück verhandelt Fragen von Wissen, Schuld und Fürsorge jenseits klarer moralischer Urteile. So erschafft die Autorin Fatma Aydemir ein zeitgenössisches Drama über Verantwortung in einer komplexen, widersprüchlichen Welt.
Gezeigt wird das Stück am Freitag den 13. und Samstag den 14.03.2026 jeweils um 19:30 Uhr im großen Saal des Kulturzentrums Ludwigsburg, Wilhelmstraße 9/1. Der Eintritt ist frei
