KLEOPATRAS TOD – DEUTSCHE RADIO PHILHARMONIE
Niels Wilhelm Gade
»Nachklänge von Ossian« op. 1
Hector Berlioz
»La mort de Cléopâtre«
Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 »Schottische«
Elisabeth Jansson Mezzosopran
Deutsche Radio Philharmonie
Michael Schønwandt Dirigent
Ein dramatisches Porträt zwischen Ekstase und Verzweiflung: Hector Berlioz’ Kantate »Der Tod der Kleopatra« zählt zu den kühnsten Ausprägungen dieses erzählerischen Genres – und ist doch bis heute eine seltene Erscheinung im Konzertsaal. Der junge Berlioz komponierte sie 1829 für den Wettbewerb um den Prix de Rome und verpasste den Preis gerade wegen der radikalen Konsequenz seiner Ausdruckssprache. In der Szene aus den letzten Stunden der ägyptischen Königin verdichtet sich das Geschehen zu einem Monolog von eruptiver Intensität. Diese hochvirtuose Partie übernimmt die dänische Mezzosopranistin Elisabeth Jansson, die sich mit ihrer warm timbrierten, beweglichen Stimme als gefragte Interpretin im Konzert- und Oratorienfach etabliert hat.
Auch die beiden weiteren Werke des Abends kreisen um literarisch inspirierte Klangräume. Niels Wilhelm Gades »Nachklänge von Ossian«, sein 1840 entstandenes Opus 1, greifen die europaweit gefeierten Gesänge des vermeintlich keltischen Barden Ossian auf. Nordisch getönte Balladen und sturmgepeitschte Meeresbilder prägen diese frühe Klangwelt. Schon Felix Mendelssohn Bartholdy ließ sich von Ossian-Stoffen inspirieren; angeregt durch seine Reisen nach Großbritannien verbindet er in seiner dritten Sinfonie, der »Schottischen«, Naturimpressionen und historische Imaginationen zu einem der markantesten sinfonischen Werke der Romantik. Die Deutsche Radio Philharmonie, seit Jahren gern gesehener Gast im Forum am Schlosspark, widmet sich diesem atmosphärisch dichten Programm gemeinsam mit ihrem Ersten Gastdirigenten Michael Schønwandt.
EINFÜHRUNG 16.20 Uhr
